|

Wasseranalyse

Eine Wasseranalyse Ihres Trinkwassers kann Aufschluss darüber geben wie es wirklich um Ihre Trinkwasserqualität steht. 

 

Wasserqualität in Österreich

 

Wir haben in Österreich eine ausgezeichnete Wasserqualität um die uns bestimmt viele Länder beneiden. Weiters haben wir enorme Trinkwasserreserven in den Alpen welche auch für die Zukunft eine ausgezeichnete Wasserversorgung gewährleisten. Um diese Wasserqualität zu erhalten entwickeln wir Wasserreinigungsanlagen für Schmutz- und Abwasser welche mindestens den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und die gesetzliche Reinigungsleistung erbringen. Anzumerken ist das die Reinigungsleistung unserer Anlagen die gesetzlichen Grenzwerte bei weiten unterschreitten!

Für die Wasserqualität von Trinkwasser sind bestimmte Parameter ausschlaggebend welche von den örtlichen Wasserversorger ständig gemessen und eingehalten werden müssen. Diese Parameter werden in der österreichischen Trinkwasserverordnung festgehalten und sind von den Wasserversorgern einzuhalten. Sollte einer der Parameter die gesetzlichen Grenzwerte überschreitten darf kein weiteres Wasser vom Versorger in das Leitungssystem eingespeißt werden. Anschließend werden die ausschlaggebenden Parameter kurz erläutert.

 

Wichtige Parameter des Trinkwasser

Wasser kommt in der Natur nicht in reiner Form vor. Es sind eine Vielzahl von verschiedensten Inhaltsstoffen enthalten welche unserem Stoffwechsel zu Gute kommen. Je nach Konzentration der Inhaltsstoffe ist die Wirkung auf unseren Körper positiv oder negativ.

Genaugenommen ist jeder Stoff giftig bzw. ein Gift. Sogar reines Wasser an sich. Es kommt lediglich auf die Dosis an. Bspw. liegt die tötliche Dosis Wasser beim Menschen bei ca. 15l pro Tag je nach körperlichen Maßen. Genau gleicht verhält sich dieses Phänomen für alle uns bekannten chemischen Stoffe. Ab einer gewissen Dosis (LD50 bzw. LC50) ist jeder Stoff für den Menschen giftig. Somit sollte man acht geben in welchen Mengen man gewisse Substanzen zu sich nimmt.

"Allein die Dosis macht das Gift." Paracelsus: Artz und Alchemist (1493-1541)

...  

Schadstofftabelle für Trinkwasser

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Inhaltsstoffe und Schadstoffe, Herkunft, Gesundheitliches Risiko und die gesetzlichen Grenzwerte von Trinkwasser. Hierbei handelt es sich um jene chemischen Schadstoffe und Inhalststoffe welche ausschlaggebend für die Trinkwasserqualität sind:

ParameterBeschreibung/HerkunftGesundheitliche BelastungGrenzwert laut. Trinkwasserverordnung
Aluminium   Kann durch fehlerhafte Installationen am Leitungssystem bzw. Wasserhähnen o.Ä. freigesetzt werden. Eine zu hohe Konzentration an Aluminium kann zu Blutanämie, Beschwerden des Nervensystems oder sogar zur Arthritis führen. 200 µg/l
Ammonium   Ist ein Indikator für Verunreinigungen durch Abwasser, Mülldeponien oder Überdüngung von Ackerland. Ammonium sollte auf nur in sehr geringer Konzentration in Grund- oder Trinkwasser nachzuweisen sein. Wir als gesundheitlich eher unbedenklich eingestuft, da diese schnell wieder ausscheidbar sind. 0,5 mg/l
Arsen   Arsen gelangt meist durch Verwitterung von Mineralien und Erzen oder durch Industrieabwässer. Die natürliche Konzentration liegt bei ca. 1 - 2 µg/l. Bei chronischer Arsenbelastungen können Hautkrankheiten sowie Schäden an den Blutgefäßen auftreten. Weiters wird vermutet das Arsen auch diverse. Krebsarten auslösen kann. 10 µg/l
Blei   Blei gelangt fast ausschließlich aus dem Leitungsnetz in das Trinkwasser.    10 µg/l
Bor       1,0 mg/l
Bromat       10 µg/l
Cadmium  Cadmium kommt in der Erdkruste sehr selten vor. Hauptquelle war damals cadmiumhältige Düngemittel welche in Österreich seit 1.1.1999 verboten wurde. Ins Trinkwasser kann Cadmium durch cadmiumhältige Zinkrohre und/oder Lötstellen gelangen. Cadmium wird als gift bis sehr gift eingestuft und ist daher in der Industrie weitgehend verboten. Symptome einer Cadmiumvergiftung: 
  • Nierenschäden
  • Durchfall, Magenschmerzen, Erbrechen
  • Knochenbrüche
  • Schäden am Zentralnervensystem sowie Immunsystem
  • Störung der Fortpflanzung (eventuelle Unfruchtbarkeit)
  • Mögliche DNA-Schäden sowie Krebsentstehung
  • Verlust des Geruchssinns 
µg/l
Calcium   Calcium ist ein "Härtebildner" und ist in jedem natürlichen Wasser enthalten. Es wird bei der Grundwasserbildung aus dem Boden gelöst.  Calcium ist für den Menschen weitgehend harmlos. Ist sogar für den Körper (Knochenbildung) notwendig. Jedoch in zu hoher Konzentration, besonders in Verbindung mit Sulfationen können Darmstörungen auftreten.  400 mg/l
Chrom       50 µg/l
Chlorid       200 mg/l
Coli-Bakterien   Coliforme Keime bzw. Coli-Bakterien sind Darmbakterien welche Hinweis auf eine fäkale Verunreinigung liefern. Diese Bakterien können bspw. durch ungeklärtes Abwasser oder durch Weidevieh in das Trinkwasser gelangen. Coliforme Keime sind sehr gefährlich und können folgende Beschwerden auslösen:
  • Harnwegsinfektionen
  • Lungenentzündungen
  • Meningitis bei Säuglingen
  • Bauchfellentzündungen
  • Durchfall 
0 Anzahl/ml
Eisen   Eisen ist ein gewöhnlicher Inhaltsstoff von Wasser. Doch in zu Großer Konzentration    200 µg/l
Kalium   Kalium wird bei der Grundwasserbildung aus dem Boden gelöst. Jedoch kann eine erhöte Konzentration über 12 mg/l ein Hinweis auf eine Einleitung von Abwasser ins Grundwasser, tierische Abfälle oder Mülldeponien sein. Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten der Körperflüssigkeit und ist für die Steuerung der Muskulatur mit verantwortlich. Somit ist Kalium auch in Größeren Mengen weitgehend unbedenklich. 
Laut neuesten Studien sollte jeder Mensch täglich min. 2g Kalium aufnehmen. Präventiv sollten sogar bis zu 4,7 g/Tag aufgenommen werden um chronische Erkrankungen wie erhötem Blutdruck, Nierensteinen, Verlust an Knochenmasse oder Schlaganfällen entgegenzuwirken.
12 mg/l
Kupfer   Kupfer gelangt fast ausschließlich aus dem Leitungsnetz in das Trinkwasser.    2,0 mg/l
Magnesium       50 mg/l
Mangan       50 µg/l
Natrium   Natrium ist ebenfalls wie Kalium ein notwendiger Bestandteil des menschlichen Organismus. Es kann über den natürlichen Weg oder durch den Menschen in das Trinkwasser gelangen. Meist ist im Winter durch Salzstreuung ein erhöhter Wert feststellbar. Eine Überdosierung kann zu Bluthochdruck führen. 200 mg/l
Nitrat       50 mg/l
Nitrit   Nitrit (NO2) wird meist unter Mitwirkung von Bakterien aus Nitrat oder Ammonium gebildet.  Ein erhöhter Nitritgehalt kann gesundheitsgefärdend sein da der Sauerstofftransport im Blut geschwächt wird. Vorallem bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung ist darauf zu achten, dass kein Nitrit im Wasser vorhanden ist.  0,1 mg/l
Nickel   Nickel gelangt fast ausschließlich aus dem Leitungsnetz in das Trinkwasser.    20 µg/l
Pestizide   Pestizide sind chemische und vorallem gefährliche Wirkstoffe. Hauptsächlich werden Sie in der Agrar- und Forstwirtschaft eingesetzt gegen Insekten und Wildkräuter ("Unkraut"). Von dort können diese durch Versickerung in das Grundwasser gelangen und im schlimmsten Fall sogar Trinkwasserquellen kontaminieren. Pestizide lagern sich im Körper an und sind extrem gesundheitsgefärdend.  0,10 µg/l
Phosphor        
Tenside       
Uran   Uran ist ein radioaktives Schwermetall und seine Giftigkeit kann ernsthafte gesundheitliche Schäden herbeiführen. Vorallem für Säuglinge und Kleinkinder sind höhere Konzentrationen  Uran ist hochgiftig und kann in erhöhter Konzentration zu Nierenschäden führen. Sehr gefährlich ist dieses Schwermetall vorallem für Säuglinge und Kleinkinder. Für Säuglinge geleten extra Richtlinien, welche für die Säuglingsnahrung empfohlen ist. 15 µg/l
Zink   Zink wird meist durch Rohre, Leitungen und Regenrinnen ins Trink- und Grundwasser gelangen. Ein erhöhter Zinkanteil kann zu Übelkeit und Erbrechen führen sowie Fieber und Durchfall auslösen.  
       
       

Stand der Grenzwerte: 4.6.2013 siehe Österr. Trinkwasserverordnung

 

Wasserhärte

 

Die Wasserhärte gibt an wieviel Mineralle im Wasser gelöst sind (Gesamthärte). Dabei gelten vorallem Calcium und Magnesium als Härtebildner. Je nach Konzentration der beiden gelösten Härtebildner spricht man vom Weichen bis Harten Wasser. Der Gesamthärtegrad von Wasser wird in °dH (Grad deutsche Härte) angegeben und ist wie folgt definiert:

  • Härtebereich 1: Weich => weniger als 8,4° dH
  • Härtebereich 2: Mittel => 8,4 bis 14° dH
  • Härtebereich 3:Hart => mehr als 14° dH

 

Carbonat-Härte 

Die Carbonathärte oder auch temporäre Härte genannt ist jenner Anteil an der Gesamthärte, der sich beim aufkochen von Wasser als Kalk abscheidet und so zur Kesselsteinbildung auf Kochtöpfen oder im Boiler führen kann. Die Carbonathärte gibt somit den gelösten Calciumcarbonatwert in Millimol je Liter (mmol/l) an.

  • Härtebereich 1: Weich => weniger als 1,5 mmol/l
  • Härtebereich 2: Mittel => 1,5 bis 2,5 mmol/l
  • Härtebereich 3:Hart =>  mehr als 2,5 mmol/l

wasserhaerte-AT.jpg

Quelle: Firma Transhelsa GmbH www.transhelsa.at

Physiologisch gesehen sind die Härtebildner Calcium und Magnesium wertvolle Wasserinhaltsstoffe welche daher zum Trinken und Kochen nicht enthärtet werden sollten! 

Bei sehr hohen Härtegraden (Carbonathärte > 2,5 mmol/l) kann eine Teilenthärtung sinnvoll sein, wenn das Wasser über 60°C erwärmt wird. Somit kann einer Kesselsteinbildung entgegengewirkt werden.

 

pH-Wert